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Wesentliche KPIs für jeden Kommissioniervorgang

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Jeder erfolgreiche Kommissioniervorgang hängt von der Verfolgung der richtigen Kennzahlen ab. Hier sind die wichtigsten KPIs, die Lagerleiter benötigen, um die Leistung zu überwachen, Engpässe zu identifizieren und Verbesserungen voranzutreiben.

Produktivitätsmetriken

1. Picks pro Stunde (PPH)

Warum es wichtig ist: Ihre wichtigste Kennzahl für die Arbeitskosten. Höhere PPH senken die Kosten pro Kommissionierung direkt und verbessern die Rentabilität.

Berechnung: Gesamtzahl der kommissionierten Artikel ÷ Gesamtarbeitsstunden

Benchmarks:

  • Manuelle Kommissionierung: 80–120 P/h
  • Pick-to-Light: 150–200 P/h
  • Voice-Picking: 120–160 P/h
  • Roboterunterstützung: 200–300 P/h

2. Zeilen pro Stunde

Warum wichtig: Die Auftragskomplexität wird besser widergespiegelt als die reine Kommissionierung. Eine Position entspricht einer Artikelnummer pro Bestellung, unabhängig von der Menge.

Berechnung: Gesamtzahl der kommissionierten Auftragspositionen ÷ Gesamtarbeitsstunden

Typische Bereiche:

  • Erfahrene Kommissionierer: 60–85 Zeilen pro Stunde
  • Neue Mitarbeiter: 35–50 Zeilen pro Stunde

3. Bestellungen pro Stunde

Warum wichtig: Zeigt an, wie viele Kunden Sie pro Arbeitsstunde bedienen. Die wichtigste Kennzahl für Kundenzufriedenheit und Umsatzgenerierung.

Berechnung: Gesamtzahl abgeschlossener Aufträge ÷ Gesamtzahl der Arbeitsstunden

Benchmarks nach Auftragsgröße:

  • Einzelbestellungen: 40–60 Stück pro Stunde
  • 2–5 Artikel: 20–35 Stück pro Stunde
  • 6+ Artikel: 12–20 Stück pro Stunde

4. Reisezeitprozentsatz

Warum es wichtig ist: Unproduktive Zeit, die sich direkt auf alle anderen Kennzahlen auswirkt. In schlecht organisierten Lagern macht sie typischerweise 40–60 % der Kommissionierzeit aus.

Berechnung: (Fahrzeit ÷ Gesamtschichtzeit) × 100

Ziele:

  • Gut optimiertes Layout: 25–35 %
  • Schlechtes Layout: 50–65 %

Qualitätsmetriken

5. Pick-Genauigkeitsrate

Warum es wichtig ist: Fehler kosten 25–50 £ pro Fehler und schädigen die Kundenbeziehungen. Schon eine Verbesserung von 1 % spart erhebliche Kosten.

Berechnung: (Gesamtanzahl der Picks – Fehler) ÷ Gesamtanzahl der Picks × 100

Branchenstandards:

  • Manuelle Kommissionierung: 97–99 %
  • Pick-to-Light: 99,5–99,8 %
  • Voice-Kommissionierung: 99,2–99,6 %

6. Schadensrate

Warum wichtig: Produktschäden bei der Kommissionierung führen zu Abschreibungen und Kundenbeschwerden. Höhere Raten deuten auf Schulungs- oder Ausrüstungsprobleme hin.

Berechnung: Beschädigte Einheiten ÷ Gesamtzahl der kommissionierten Einheiten × 100

Typische Raten:

  • Akzeptabel: <0,5 %
  • Benötigt Aufmerksamkeit: >1 %

7. Fehlauswahl nach Kategorie

Warum es wichtig ist: Identifiziert spezifische Fehlermuster, um Schulungen und Prozessverbesserungen gezielt durchzuführen.

Track:

  • Falsche Menge
  • Falscher Artikel
  • Falscher Standort
  • Verpasste Artikel

Effizienzmetriken

8. Bestellzykluszeit

Warum es wichtig ist: Misst die Kommissioniergeschwindigkeit von Anfang bis Ende und identifiziert Engpässe in Ihrem Prozessablauf.

Berechnung: Zeit von der Erstellung der Kommissionierliste bis zur Auftragsabwicklung.

Zu verfolgende Komponenten:

  • Abholzeit
  • Fahrzeit
  • Verifizierungszeit
  • Wartezeit

9. Batch-Abschlussrate

Warum wichtig: Zeigt, wie effektiv Sie die Batch-Kommissionierung zur Produktivitätssteigerung nutzen.

Berechnung: Pünktlich fertiggestellte Chargen ÷ Gesamtanzahl an Chargen × 100

Ziel: >95 % Fertigstellungsquote

10. Pick-Pfad-Einhaltung

Warum wichtig: Abweichungen von optimierten Wegen erhöhen die Fahrzeit und verringern die Produktivität.

Messung: Vergleich der tatsächlichen Kommissionierreihenfolge mit der vom System empfohlenen Reihenfolge.

Ziel: >90 % Einhaltung

Kostenmetriken

11. Kosten pro Auswahl

Warum es wichtig ist: Der ultimative Maßstab für Kommissioniereffizienz. Kombiniert Produktivität und Arbeitskosten zu einer aussagekräftigen Kennzahl.

Berechnung: Gesamtarbeitskosten ÷ Gesamtzahl der Kommissionierungen

Typische Bereiche:

  • Manuelle Systeme: 0,75–1,25 £ pro Pick
  • Halbautomatische Systeme: 0,45–0,75 £ pro Pick
  • Hochautomatisierte Systeme: 0,25–0,45 £ pro Pick

12. Arbeitskosten als Prozentsatz des Umsatzes

Warum es wichtig ist: Zeigt, ob die Kommissionierproduktivität mit dem Unternehmenswachstum und den Preisen Schritt hält.

Berechnung: (Kommissionierarbeitskosten ÷ Umsatz) × 100

Benchmarks:

  • E-Commerce: 8–15 %
  • B2B: 4–8 %

13. Lagerkosten pro Pick

Warum wichtig: Es misst, wie effizient Ihr Lagerlayout die Kommissionierung unterstützt.

Berechnung: Lagerflächenkosten ÷ Gesamtzahl der Kommissionierungen

Kostenbeeinflussende Faktoren:

  • Lagerdichte
  • Standorterreichbarkeit
  • Geräteauslastung

Nutzungsmetriken

14. Kommissionierer-Auslastungsrate

Warum es wichtig ist: Zeigt, wie viel Schichtzeit für produktives Kommissionieren im Vergleich zu Wartezeiten, Schulungen oder anderen Aktivitäten aufgewendet wird.

Berechnung: Produktive Kommissionierzeit ÷ Gesamtschichtzeit × 100

Ziele:

  • Standardbetrieb: 75–85 %
  • Spitzenwirkungsgrad: 85–95 %

15. Geräteauslastung

Warum es wichtig ist: Stellt sicher, dass Kommissioniergeräte (Wagen, Scanner usw.) effektiv genutzt werden.

Track:

  • Ausfallzeiten der Geräte
  • Nutzungsstunden pro Schicht
  • Verhältnis Geräte pro Kommissionierer

16. Lagerplatzauslastung

Warum wichtig: Identifiziert ungenutzte oder nicht ausgelastete Kommissionierplätze, die optimiert werden könnten.

Berechnung: Aktive Plätze ÷ Gesamtzahl der verfügbaren Plätze × 100

Ziel: 80–90 % Auslastung

Technologie- und Automatisierungsmetriken

17. Systemreaktionszeit

Warum wichtig: Langsame Reaktionszeiten von Lagerverwaltungs- oder Kommissioniersystemen verringern die Produktivität und frustrieren die Mitarbeiter.

Messung: Durchschnittliche Reaktionszeit des Systems auf Eingaben der Kommissionierer.

Ziel: <2 Sekunden für die meisten Transaktionen.

18. Scanner-Erstleserate

Warum wichtig: Schlechte Scanraten verlangsamen die Kommissionierung und erhöhen die Fehlerquote.

Berechnung: Erfolgreiche Erstscans ÷ Gesamtzahl der Scanversuche × 100

Ziel: >95 % Lesequote beim ersten Durchgang

19. Pick-to-Light-Trefferquote

Warum es wichtig ist: Es misst, wie effektiv die Technologie die Kommissionierer zu den richtigen Standorten führt.

Berechnung: Richtige Kommissionierungen beim ersten Versuch ÷ Gesamtzahl der Kommissionierungen × 100

Ziel: >98 % Trefferquote

Saisonale und Kapazitätsmetriken

20. Leistungserhaltung in der Hochsaison

Warum wichtig: Zeigt, wie gut Ihr Betrieb in Zeiten mit hohem Kundenaufkommen skaliert.

Berechnung: (PPH in der Hochsaison ÷ Normal-PPH) × 100

Gute Leistung: 80–90 % Kundenbindung. Hervorragende Leistung: >90 % Kundenbindung.

21. Trainings-Hochlaufzeit

Warum wichtig: Misst, wie schnell neue Kommissionierer die Produktivitätsstandards erreichen. Wichtig bei Saisoneinstellungen.

Messung: Tage bis zum Erreichen von 80 % der Standardproduktivität

Typische Bereiche:

  • Einfache Operationen: 3–7 Tage
  • Komplexe Operationen: 10–14 Tage

22. Leistungslücke bei Zeitarbeitern

Warum es wichtig ist: Quantifiziert den Produktivitätsunterschied zwischen festangestellten und befristet Beschäftigten.

Berechnung: (Festangestellte PPH – Befristet PPH) ÷ Festangestellte PPH × 100

Typische Differenz: 20–40 % geringer bei befristet Beschäftigten

Einrichten Ihres KPI-Dashboards

Wichtige tägliche Kennzahlen

  • Kommissionierungen pro Stunde
  • Kommissioniergenauigkeit
  • Abgeschlossene Aufträge
  • Kosten pro Kommissionierung

Wöchentliche Überprüfungsmetriken

  • Reisezeitanteil
  • Trainingsfortschritt
  • Geräteauslastung
  • Lagerplatzauslastung

Monatliche strategische Kennzahlen

  • Personalkosten als Prozentsatz des Umsatzes
  • Saisonale Leistungstrends
  • Technologie-ROI
  • Auswirkungen der Prozessverbesserung

Wichtige Tipps zur Implementierung

Fangen Sie klein an: Beginnen Sie mit 5–7 Kernkennzahlen, anstatt alles auf einmal zu erfassen.

Benchmarking: Ermitteln Sie das aktuelle Leistungsniveau, bevor Sie Änderungen vornehmen.

Setzen Sie sich realistische Ziele: Streben Sie zunächst eine Verbesserung von 10–15 % an, nicht dramatische Veränderungen über Nacht.

Konzentrieren Sie sich auf Trends: Achten Sie auf Muster im Zeitverlauf statt auf tägliche Schwankungen.

Anbindung an Lagerlösungen: Viele KPI-Verbesserungen sind auf eine bessere Lagerorganisation und -ausstattung zurückzuführen. PIX-Lagersysteme sind speziell auf die Verbesserung der Kommissionierproduktivität und -genauigkeit ausgelegt.

Ergreifen Sie Maßnahmen zu Ihren KPIs

Die besten KPIs fördern nicht nur Messungen, sondern auch die Umsetzung. Nutzen Sie diese Kennzahlen für:

  • Identifizieren Sie Schulungsbedarf anhand der Leistung einzelner Kommissionierer.
  • Optimieren Sie Lagerlayouts anhand von Fahrzeit- und Produktivitätsdaten.
  • Rechtfertigen Sie Anlageninvestitionen mit klaren ROI-Berechnungen.
  • Planen Sie Kapazitäten für saisonale und wachsende Anforderungen.

Sind Sie bereit, Ihre Kommissionierleistung zu verbessern? Berechnen Sie Ihre aktuellen Kennzahlen und entdecken Sie, wie optimierte Lagerlösungen zu messbaren Verbesserungen in Ihrem Betrieb führen können.

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